Mögliche Schäden
Kontinuierliches Vernachlässigen der Zähne bleibt natürlich nicht folgenlos. Auch wer noch so diszipliniert die Zähne putzt, wird irgendwann zum Zahnarzt müssen, um zu kontrollieren, ob noch alles in Ordnung ist. Denn kleine Schäden sind unvermeidbar: bröckelnde Füllungen, Zahnstein, abgebrochene Spitzen, an deren scharfen Kanten sich die Zunge reibt – alles kleine Fische, die ein Zahnarzt schnell und schmerzfrei beheben kann.
Wenn man sich aber um diesen Zahnarztbesuch herumschummelt, werden aus diesen kleinen Fischen große. Herausgebrochene Füllungen werden zu schmerzhaften Löchern. An der durch Zahnstein rauen Oberfläche bleiben Plaquebakterien haften, die zu Parodontitis führen. Karies bedroht Zahnfleisch und Zähne. In diesem Stadium sind sie Schäden nicht mehr ohne aufwendige Prozedur zu beheben. Entsprechend steigt bei Phobikern die Angst.
Deshalb versuchen die meisten Angstpatienten mit den Schäden zu leben. Und nehmen dabei Schmerzen und Risiken in Kauf, die deutlich größer sind als bei jeder Zahnbehandlung. Sie ignorieren die Zahnschmerzen einfach und lernen, wie man sie möglichst vermeidet. Sie nehmen häufig nur noch flüssige Nahrung zu sich und halten sich von Süßigkeiten fern. Sie kauen nur noch auf den Stellen, die am wenigsten schmerzen. Und nicht wenige betäuben ihre Schmerzen mit Alkohol oder Medikamenten – oft so lange, bis sie abhängig sind.
Lassen Sie es nicht so weit kommen! Suchen Sie professionelle Hilfe bei Angsttherapeuten und spezialisierten Zahnärzten. Damit Sie ihre Angst beherrschen und nicht umgekehrt die Angst über Ihr Leben bestimmt!